Digital Finance

Beschreibung

Ein erschwinglicher und zuverlässiger Zugang zu Finanzdienstleistungen ist für die heutigen Gesellschaften und Organisationen unerlässlich. Sowohl konventionelle als auch neuartige digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Distributed Ledgers versprechen, diese Dienstleistungen modularer, effizienter, sicherer und datenschutzfreundlicher zu machen. Traditionelle Finanzdienstleister konkurrieren hier zunehmend mit neuen Marktteilnehmern wie FinTech-Startups und BigTech-Firmen wie Alphabet und Apple, um sich einen Wettbewerbsvorteil in einer Multi-Billionen-Dollar-Branche zu sichern.

Digitale Finanzdienstleistungen bergen jedoch auch neue Risiken. Die Beispiele reichen dabei von Betrug im DeFi-Bereich bis hin zu wachsenden Cybersicherheitsrisiken und ethischen Bedenken hinsichtlich der Verwendung von KI-Algorithmen bei der Kreditwürdigkeitsprüfung. Regierungen auf der ganzen Welt versuchen, diese Risiken durch neue Vorschriften zu minimieren, wie z. B. durch die Pakete der Europäischen Union für digitale Finanz- und Zahlungsdienstleistungen. Aber diese regulatorischen Leitplanken werden manchmal auch dafür kritisiert, Innovationen zu ersticken und Trägheit zu fördern.

In diesem Track sind wir an Einreichungen interessiert, die sich mit den Chancen und Herausforderungen des Einsatzes digitaler Technologien bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen befassen. Dazu gehören Anwendungen in FinTech-Unternehmen, traditionellen Finanzdienstleistern, der Unternehmensfinanzierung sowie in der Finanzregulierung. Zu den interessanten Technologien gehören insbesondere neuere kryptografische Technologien (z.B. „DeFi“ und andere Blockchain-Anwendungen im Finanzwesen), Künstliche Intelligenz (z.B. zur Betrugserkennung, ‚smartes‘ Geld), aber auch etablierte Technologien oder Legacy-Technologien und deren Verwaltung.

Themen

Wir begrüßen verschiedene theoretische Perspektiven und Forschungsansätze, wie empirische Arbeiten (qualitativ und quantitativ), konzeptionelle Arbeiten und gestaltungsorientierte Arbeiten.

  • Auswirkungen neuartiger Innovationen wie Decentralized Finance (DeFi) oder Künstliche Intelligenz
  • Technologiegetriebene Finanzinnovation (z.b. KI zur Schaffung von ‚intelligenten‘ Geld)
  • Datenschutz bei Finanztransaktionen
  • Vertrauen in digitale Finanzdienstleistungen
  • Cybersecurity-Risiken bei digitalen Finanzdienstleistungen
  • Erkennung von Betrug
  • Digitale Zentralbankwährungen (CBDC)
  • Chatbots und Robo-Advice für Finanzdienstleistungen
  • Technologien für die Geldwäschebekämpfung (AML) und die Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung (CFT)
  • Know-your-Customer (KYC) und digitale Identitäten
  • Datenschutz, Sicherheit und ethische Herausforderungen, insbesondere bei der Nutzung von KI-basierten Finanzdienstleistungen
  • Verwaltung von Altsystemen und digitalen Schulden
  • Auswirkungen der Regulierung auf die Innovation von Finanzdienstleistungen

Track Chairs

  • Gilbert Fridgen (University of Luxembourg)
  • Nadine Ostern (Queensland University of Technology )
  • Alexander Rieger (University of Arkansas)

Associate Editors

  • Lennart Ante, Blockchain Research Lab
  • Daniel Conway, University of Arkansas
  • Tobias Guggenberger, Universität Bayreuth
  • Niclas Kannengießer, Karlsruher Institut für Technologie
  • Charlotte Knickrehm, Ruhr-Universität Bochum
  • Tamara Roth, University of Arkansas
  • Johannes Sedlmeir, Universität Luxembourg
  • Colville Shannon, Queensland University of Technology
  • Marleen Voss, Queensland University of Technology
  • Liudmila Zavolokina, Universität Zürich
  • Moritz Bruckner, Universität Augsburg
  • Jona Stinner, Universität Witten
  • Dennis Steininger, RPTU Kaiserslautern
  • Amal Alshali, Royal Commission Yanbu Colleges & Institutes